Alaska Tipps&Tricks Shop Kontakt Über mich Korsika Gästebuch Impressum Termine
   
Am Flughafen von Dillingham


Wintertour [Seite 1 von 4 ][weiter][zurück] [1][2][3][4]

Alaska im Winter - Allgemeines
Alaska ist ein Winterland. Mehr als ein halbes Jahr versinkt der nördlichste Bundesstaat der USA in Schnee und Eis. Nur wer Alaska im Winter erlebt, bekommt ein vollständiges Bild dieses weiten und wilden Landes. Nach über 7000 Paddelkilometern fühlte ich mich reif für diese eiskalte Erfahrung.

Startpunkt
Für den ersten Alaska Wintertrip wählte ich als Reiseziel den Wood Tickchik State Park bei Dillingham, etwa 500 Kilometer westlich von Anchorage. Dillingham liegt im sogenannten tropischen Gürtel Alaskas, tropisch deshalb, weil im Winter die Temperaturen selten auf unter minus 40 Grad fallen. Das klang gut, damit würde ich zurechtkommen. Die Übersichtskarte zeigt meine Route.

Tourenverlauf
Ende Februar zog ich mit Schneeschuhen, Rucksack und Pulka los. Insgesamt 70 Kilo Ausrüstung und Verpflegung sollten mich einen Monat bei Laune halten. Ein Taxi brachte mich von Dillingham zum Shannonpond, von dem aus im Sommer die Angler mit Wasserflugzeugen zum Lachsfischen ausgeflogen werden. Jetzt aber ließ sich keine Menscheseele blicken. Die Temperatur war frühlingshaft mild, nur sieben Grad unter null. Ein paar hundert Meter zog ich den Schlitten noch mühelos auf der Straße, dann bog ich in den Wald ab. Trotz 1,6 Meter langer Schneeschuhe versank ich sofort im Pulverschnee, stürzte und tauchte komplett ab. Strampelnd brauchte ich eine ganze Weile, bis ich wieder auf den Beinen war und kramte meine Skistöcke heraus. So gings leichter. Zum Glück kam ich nur wenige hundert Meter weiter auf eine offene Tundrafläche. Die Schneeverhältnisse wurden augenblicklich besser, der Schnee war windgepackt, die Oberfläche fest.

Es wurde so warm, dass ich nur mit Skitourenhose und Fleece bekleidet meinen schweren Schlitten zog. Selbst für Handschuhe und Mütze war es zu warm. Ich hielt mich in nordwestlicher Richtung und folgte dem Waldrand. Hinaus ins ungeschützte offene Gelände wollte ich nicht, denn der Wald bietet im Falle der Fälle immer etwas Schutz, sowie Feuerholz. Schließlich ist es im oder am Waldrand windgeschützt und wärmer. So schlug ich mein erstes Lager dort auf und verbrachte eine erste milde Nacht bei nur -15 Grad. Die nächsten Wochen wollte ich dem Snake River folgen und dann auf dem Lake Nunavaugaluck weiter nach Norden in die Bergwelt des Wood Tickchick State Parks vordringen. Je weiter ich mich von der Küste entfernte, umso kälter wurde es: Morgens lag die Temperatur schon bald bei bitterkalten -35 Grad.

Mit der Pulka unterwegs
Panorama der Wood River Mountains
Der Snake River
Pulka die Uferböschung hinaufzerren
Das erste Wintercamp
Gefrorener Bach bei Sonnenuntergang