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Treibeis auf dem Mackenzie

Vom Mackenzie River zur Yukon-Mündung - unser großes Abenteuer 2008
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Text: Siglinde Fischer
Fotos: Walter Steinberg
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Allgemeines
Gut 4100km waren wir von Mitte Mai bis Ende Sepember 2008 auf insgesamt acht Flüssen Kanadas und Alaskas unterwegs und haben dabei zwei der mächtigsten Ströme Nordamerikas miteinander verbunden: den Mackenzie mit dem Yukon River. Richtig los ging's am Liard River, ein Stückchen oberhalb seiner Mündung in den Mackenzie. Vier Wochen begleitete uns Eis, bis ins Mackenzie-Delta. Dort hielten wir uns am Westufer und dann ging's etwa 160km stromauf - Richtung Westen durch die Richardson Mountains: Erst paddelten wir in den Peel River, dann in den Husky Channel und schließlich in den Rat River hinein. Der wurde im Oberlauf ziemlich wild, und gut 70km zerrten wir unsere Faltboote zu Fuß durchs Wildwasser. Nach der Portage über den McDougall Pass wartete auch der Little Bell River noch mit ein paar Treidelstellen auf uns, bevor wir im Bell River endlich wieder ausreichend Wasser hatten. Auf dem Porcupine River gelangten wir Anfang August bei Fort Yukon in den Yukon River. 1800km Fluß waren es noch bis zu unserem Ziel, der Mündung des Yukon Rivers in die Beringsee. Wenige Tage vor dem ersten Schneefall erreichten wir nach einhundertdreißig Tagen die Beringsee, Emmonak und eine Dusche.
Die Karte gibt einen Überblick.
Videotrailer zur Tour.

Tourenverlauf
Im Jahr 2005 begannen wir, uns ernsthaft mit der diesjährigen Expedition zu befassen. Und plötzlich ist es soweit: Am 12. Mai stehen wir mit gepackten Seesäcken im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens am Condor-Schalter, alle Abschiede, manche mit feuchten Augen, liegen bereits hinter uns. Stunden später landen wir in Vancouver; zwei Tage darauf
bringt der Greyhound Bus uns in 36 Stunden nach Hay River am Großen Sklavensee in den kanadischen Northwest Territories. Dort soll es losgehen. Der Uferstreifen des gigantischen Sees ist frei, aber 100 Meter weiter draußen klebt meterdickes Eis. "Auch die beiden Seen im Oberlauf des Mackenzie Rivers sind vollkommen dicht. Da schick' ich nicht mal ‚ne Rettungstruppe raus im Ernstfall", schätzt Jack Kruger, Chef der lokalen Wasserrettung, die Lage ein. Zu groß ist die Gefahr, vom Eis einfach zerquetscht zu werden. Glücklicherweise lernen wir Gary Carter kennen, der uns gleich eine Mitfahrgelegenheit Richtung Fort Simpson anbietet. So starten wir etwa 300km stromab des Großen Sklavensees in der Mündung des Liard River.
Treibeis begleitet uns wochenlang auf dem Weg nach Nordwesten. Kilometerlange, manchmal haushohe Eiswände erschweren anfangs die Lagerplatzsuche.

Camsel Bend, Mackenzie River
Mystische Eislandschaft am Mackenzie
Eisschollen treiben vorbei...
Eisufer am Mackenzie
Meterhoch türmt sich das Eis am Ufer auf
Man sollte dem Eis nicht zu nahe kommen...
Der Frühling ist da! Und die Mücken!