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Drunken forest und Sweeper


Kuskokwim-River [Seite1 von 2] [weiter][zurück]

Allgemeines
Mit über 1000 Flusskilometern ist der Kuskokwim River der zweitlängste Fluss Alaskas. Er ist einfach zu paddeln, es gibt keine Stromschnellen und bisweilen hat er das Temperament eines Dorfweihers. Bei durchschnittlichen 35 Paddelkilometern pro Tag waren wir einen Monat unterwegs. Wir, das bin ich und mein Freund Karl Heinz. Den Verlauf unserer Paddeltour zeigt die ‹bersichtskarte.

Startpunkt der Reise
Mit einer Cessna 185 sind wir Anfang Juli von Anchorage ins Quellgebiet der North Fork Kuskokwim geflogen. 20 Kilometer westlich des Lake Minchumina setzte uns der Pilot auf einem namenlosen See ab. Es folgte eine achtstündige Portage auf der wir uns, und unsere 120 Kilo Ausrüstung zum Fluss schleppten.

Flussverlauf
Am Oberlauf ist die North Fork kaum zehn Meter breit, und die Strömung alles andere als schnell. (zwischen 2 und 3 Kilometern in der Stunde) Die North Fork windet sich in tausenden Schleifen gemächlich durch das zentralalaskanische Becken. Die Orientierung ohne Satellitennavigation ist dort praktisch unmöglich; dichte Uferwälder verhindern jeden Blick auf das Hinterland. Karte und Kompass sind tagelang nutzlos.

Wir hatten versucht unseren Speisezettel durch Angeln und Jagen, sowie dem Sammeln von Wildgemüse zu bestreiten. In den ersten Tagen jedoch ohne Erfolg. Erst nachdem wir uns entschlossen hatten konsequent alles niederzuschießen was unseren Weg kreuzte, kamen wir mit der Situation des "Jägers und Sammlers" einigermaßen zurecht.

Bis zur Swift Fork Kuskokwim führt der Fluss klares Wasser. Nachdem sich North, East und South Fork vereinigt haben, verbreitert sich der Kuskokwim zunehmend und misst bei Medfra etwa 200 Meter. Die Strömung nimmt auf etwa 5 Kilometer in der Stunde zu. Tagesetappen von mehr als 50 Kilometer sind dann machbar. Der Flussabschnitt zwischen McGrath und Aniak ist landschaftlich sicherlich der schönste des gesamten Flusses: Durch sanfte Hügelketten geht es beständig nach Südwesten. Dichte Uferwälder und schöne Kiesbänke, die zum Lagern einladen, sind die Regel. Hinter Stony River nimmt der Wildnischarakter etwas ab. Alle 100 bis 150 Kilometer liegen Siedlungen mit bis zu 500 Einwohnern am Fluss. Viele Orte haben einen kleinen Store, bei dem Grundnahrungsmittel gekauft werden können. Hinter Upper Kalskag beginnt das weite, flache Yukon Kuskokwim Delta.

Paddeln am Kuskokwim
Karl Heinz mit Pumpgun
Wildnisküche
Hecht am Haken
Abendstimmung
Keta Lachs
Lagerfeuerromantik