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Bootsaufbau


Chatanika-River [Seite 1 von 2] [weiter][zurück]

Allgemeines
Anfang Juli setzten wir, meine Freundin Anette und ich, unsere Faltboote an der Elliott Highway Brücke ein, paddelten den Chatanika hinunter, in den Tolovana River und weiter auf dem Tanana River bis nach Manley Hot Springs. Eine Tour von ca. 350 Kilometern in 13 Paddeltagen. Bis zum Tanana River war die Strömung sehr schwach, selten schneller als 2 Km/h. Auf dem Tanana ging es mit 5 Km/h Strömung weiter. Die Übersichtskarte zeigt den Tourenverlauf.

Startpunkt der Reise
war der Campground an der Elliott Highway Brücke, nur 35 Kilometer nördlich von Fairbanks gelegen. Dort ließen wir uns und unsere Faltboote von Ralf Dobrovolny, den wir in Fairbanks kennengelernt hatten, mit seinem Pickup absetzen.

Flussverlauf
Direkt hinter der Brücke war der Chatanika sehr langsam und so seicht, dass wir öfter aussteigen und treideln mussten. Selbst mit nur 10 cm Tiefgang unserer Faltboote liefen wir oft auf Grund.

Nach wenigen Stunden passierten wir die Transalaska- pipeline, die unter dem Fluss hindurchführt. Ich konnte es natürlich nicht lassen und musste unbedingt auf die Pipeline klettern, die nur wenig abseits des Flusses wieder aus dem Boden auftaucht, um aus dieser Perspektive zu fotografieren. Wann hat man schonmal diese Gelegenheit?

Weiter ging es durch eine sanfte Hügellandschaft, die jedoch selten zu sehen war, da das Flussbett eng war und die Fichten den Blick ins Hinterland versperrten. Wenigstens ließ es sich gut angeln, gleich am ersten Tag fingen wir in einem Kehrwasser zwei Äschen, die wir abends in der Pfanne brieten.

Am ersten Abend hatten wir eine schöne Sandbank als Lagerplatz, aber in den folgenden Tagen wurde es immer schlechter. Der Fluss strömte stellenweise wie ein Kanal durchs Tal mit Ufern die bis zu drei Meter steil aufragten, sodass wir kaum an Land gehen konnten.

Ca. 15 Kilometer unterhalb des Murphy Creeks wurde der Chatanika für einen Tag etwas lebhafter, und einige kleinere Schwälle sorgten für etwas Abwechslung. Einige Male mussten wir wieder aussteigen und die Boote durch flache Stellen abtreideln. Unterwegs konnten wir auch unseren ersten Hecht fangen.

Der Wildnischarakter dieses Abschnitts leidet jedoch etwas unter mehreren Hütten, die am Fluss liegen. Auch zwei Schotterpisten führen an den Chatanika, und bieten theoretisch eine Straßenanbindung über den Murphy Dome nach Fairbanks.

Nach insgesamt 5 Tagen erreichten wir die weite Sumpfebene der Minto Flats, einem über tausend Quadratkilometer großem Brutgebiet für hundertausende Wasservögel, mit zahlreichen Seen und Tümpeln. Die Strömung des Chatanika nahm weiter ab und betrug nur noch ca. ein Kilometer in der Stunde.

Erstes Camp am Chatanika
Transalaska Pipeline
Startvorbereitungen
Boote beladen
Bei Niedrigwasser müssen wir oft aussteigen...
Camp auf einem winzigen Eiland
Holzmachen fürs Küchenfeuer